Wissen ist Macht: Warum das Gegenteil der Fall ist!

Wissen ist macht

Es gibt eine Vielzahl von Sprichwörter an im deutschen Volksmund, die uns sinnvoll und Weise erscheinen. Eines davon ist „Wissen ist Macht.“ In diesem Blog Beitrag geht es darum, was das Sprichwort wirklich bedeutet und am Ende erfährst du, warum sogar das Gegenteil der Fall sein kann!

Die Redewendung die auf den englischen Philosophen Francis Bacon zurückgeführt wird. Seitdem fand sie immer größere Verbreitung und ist mittlerweile im allgemeinen Sprachgebrauch fest verankert.

Wissen ist Macht: Online

Zunächst einmal lässt sich sagen, dass Wissen immer schon ein Instrument war, um andere zu kontrollieren. Früher wollte man deshalb, dass das Volk nicht alles weiß und den Regierenden einen Wissensvorsprung vorbehalten ist, der ihre Macht sichert. Heutzutage besitzt des Internet eine große Macht und alternative Medien oder einzelne YouTube Videos können eine breite Masse beeinflussen. Informationen können also genutzt werden um Botschaften zu transportieren und wenn das gelingt, dann gilt tatsächlich „Wissen ist Macht.“

Denn wenn eine breite Masse über eine Sache informiert wird, beginnt sie ihr Verhalten zu verändern. Wenn zum Beispiel der vegane Lebensstil öffentlich als Nonplusultra kommuniziert wird, wird das bei vielen Menschen einen (oftmals positiven) Lebenswandel bewirken.

Doch selbst Botschaften die positiv gemeint sind können missverstanden werden. Das kann drastische Folgen haben: wenn wir versuchen unsere Katze vegan zu ernähren, dann stirbt sie.

Falschinformationen oder falsch verstandene Botschaften können also sehr gefährlich sein. Wenn uns zum Beispiel der Arzt sagt, dass wir noch drei Monate zu leben haben, kann diese Information tödlich sein, wenn wir ihm glauben, weil wir dann gar nicht mehr versuchen überhaupt wieder gesund zu werden. Wenn wir den Informationen anderer also blind vertrauen, kann uns das ganz schön aufs Glatteis führen.

Insbesondere in Zeiten des Internets müssen wir eine Sache berücksichtigen: heutzutage kann jeder etwas veröffentlichen und das was an uns herangetragen wird, muss keineswegs der Wahrheit entsprechen. Ich habe schon unzählige Gesundheitsblogs im Internet durchgelesen und war schockiert, denn die vermeintlichen dort kommunizierten Fakten, waren nicht weit entfernt von Verschwörungstheorien. Direkt unten drunter wurden dann irgendwelche teuren Nahrungsergänzungsmittel verkauft, die angeblich als Wunderheilmittel wirken sollten.

Was bedeutet „Wissen ist Macht“?

​Wenn wir also blindlings alles glauben was wir lesen, bedeutet das Sprichwort „Wissen ist Macht“, vor allen Dingen eines: das andere Macht über uns haben und wir leicht zu manipulieren sind. Und zwar immer dann, wenn wir von bestimmten Umständen nichts wissen, also „unwissend“ sind. Hier ein Beispiel:

Nehmen wir einmal an du möchtest ein Buch zu einem bestimmten Thema kaufen. Also gehst du auf Amazon und schaust welche es dazu gibt. Du stellst fest, dass alle in etwa den selben Preis haben, also orientierst du dich an den Produkt-Rezensionen. Du schaust welches Buch hat die meisten positiven fünf Sterne Bewertungen. Du willst schließlich, dass dein Geld gut investiert ist und du vertraust darauf, dass die Masse schon wissen wird was gut ist. Nach einer Weile entdeckst du ein Buch, dass über 100 positive Rezensionen hat – scheinbar sind alle davon begeistert! Also kaufst du es dir und wartest schon sehnsüchtig bis es bei dir im Briefkasten landet. Doch als das passiert bist du enttäuscht, denn der Inhalt war gar nicht so toll wie in den Rezensionen beschrieben. Du gehst noch einmal auf Amazon und versuchst herauszufinden, warum alle so begeistert sind. Dann entdeckst du dass das Buch erst vor drei Wochen veröffentlicht wurde. Ein Freund, der sich mit der Selfpublishing auskennt erklärt dir dann: „Es ist vollkommen unrealistisch, dass ein nagelneues Buch 100 positive Rezensionen hat in dieser kurzen Zeit. Die stammen ganz sicher nicht von echten Käufern.“

Bis zu diesem Zeitpunkt hast du blind darauf vertraut dass das was du siehst der Realität entspricht. Nun, da dein Freund dich aber darüber informiert hat, dass diese Rezensionen höchstwahrscheinlich gar nicht echt sind, weißt du beim nächsten Mal besser Bescheid. Somit wird dein neu erlangtes Wissen zu Macht, denn es hilft dir bessere Entscheidungen zu treffen.

Vor deinem nächsten Kauf schaust du also zuerst auf die Rezensionen und dann auf das Veröffentlichungsdatum. Wenn das Buch erst ein paar Wochen oder Monate online ist und bereits über 100 positive Rezensionen hat, dann ist etwas faul, weißt du jetzt. Doch dein Freund hat ihr noch einen anderen Tipp gegeben: „Die meisten Ratgeber werden unter Pseudonymen veröffentlicht und es handelt sich dabei in der Regel nur um Zusammenfassungen anderer Bücher.“

Wow! Das ist harter Tobak! Du bist erstaunt, denn auch das hörst du zum ersten Mal! Also schaust du dir die einzelnen Bücher an und entdeckst: Von zehn Büchern die du anschaust stehen nur zwei Autoren mit ihrem eigenen Namen hinter dem was sie schreiben, die anderen veröffentlichen unter „Künstlernamen“.

„Was ist mit den Negativ-Rezensionen?“, fragst du. „Sind die wenigstens echt?“ „ Das ist auch nicht immer der Fall.“, antwortet dein Freund. „Bei Ein-Sterne Bewertungen wäre ich prinzipiell skeptisch, denn die werden oftmals von Hatern verfasst und haben wenig Wahrheitsgehalt. Da möchte einfach jemand nur seinen Frust ablassen – ganz egal bei wem. Diese Leute reduzieren den Inhalt eines Buchs meistens auf ein paar Sätze, die ihnen nicht gefallen, weil sie nicht ihrem Weltbild entsprechen. Den einen ist das Buch dann zu dünn, den anderen wieder zu dick. Erst die 3-4 Sterne Bewertungen sind wirklich relevant, weil sie konstruktive Kritik äußern und etwas darüber aussagen wo wirklich Verbesserungsbedarf besteht.

Du kannst dir auch mal durchlesen was in einer Ein-Sterne-Bewertung kritisiert wird und prüfen ob die Dinge wahr sind. Ich hatte es zum Beispiel schon, dass kritisiert wurde das Taschenbuch hätte nur 60 Seiten. Als ich dann nachgeschaut habe, hatte es aber 130 Seiten. Vermutlich bezog sich die Rezension also auf eine ältere Auflage, die nicht mehr erhältlich ist. Amazon jedoch hat die Rezension stehen lassen, auch wenn sie veraltet war.

Dann gibt es noch die sogenannten „Trittbrettfahrer“, das sind Mitbewerber, die schauen, wo ein Buch kritisiert wird und hauen einfach nochmal in dieselbe Kerbe. Das erkennst du meistens daran, dass der Wortlaut sich ziemlich an anderen Negativ-Rezensionen orientiert und dass keine der Rezensionen auf einem verifiziertem Kauf basiert. Das heißt da schreibt jemand eine Bewertung, ohne das Buch je gekauft zu haben. Das ist generell etwas fragwürdig, denn wie soll jemand etwas bewerten, was er nicht gekauft hat? Und warum sollte sich jemand die Mühe machen eine Negativ-Rezension zu verfassen, wenn er nicht einmal Geld bezahlt hat?

Wenn du nichts von diesen Dingen weißt und zwei-dreimal die selben Kritikpunkte liest, geht die Strategie schnell auf und bist der Meinung, dass wirkliche Schwachstellen vorliegen und kaufst stattdessen das Produkt des Mitbewerbers.“

Wissen ist Macht: Fragen

Wir wollen selbst keine Fehler machen und suchen deshalb nach Anhaltspunkten um alles richtig zu machen. Doch wie eben beschrieben können diese uns auch in die Irre führen. Insbesondere im Internet sind nur wenige Dinge, wie sie zu sein scheinen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt ist es daher zu erkennen, ob wir dem was wir lesen oder hören vertrauen können. Denn sonst kann uns jeder das blaue vom Himmel erzählen.

Was kannst du also tun um Fakt von Fiktion zu trennen? Im Kern musst du dir dafür nur ein paar einfache Fragen stellen.

Frage 1: Steht jemand persönlich mit seinem Namen hinter dieser Information?

Viele Dinge im Internet sind komplett anonym. Einen Blog Artikel kann man zum Beispiel schreiben lassen. Auf einer seriös erscheinen deine Webseite, wirkt er trotzdem wie ein Fachbeitrag. Auch auf Amazon wirst du unzählige Bücher finden, die lediglich Zusammenfassung andere Bücher sind. Diese werden in der Regel alle unter einem Pseudonym veröffentlicht – kein einziger Autor steht mit seinem eigenen Namen dahinter. Das ist etwas anderes ob man ein Fantasy Buch oder ein Science-Fiction Roman unter einem Pseudonym veröffentlicht, oder einen Lebensratgeber. Denn bei Letzterem sollte schon etwas mehr dahinter stecken, als eine theoretische Zusammenfassung. Es heißt nicht umsonst: „Hölzern die Theorie, golden die Praxis!“ Ich habe schon so viele Dinge gelesen, die in der Theorie toll und wunderbar klangen, sich in der Praxis jedoch als totale Flops erwiesen haben. Auch negative Produkt-Rezensionen werden in den meisten Fällen anonym verfasst und dann handelt es sich auch noch oft um nicht verifizierte Käufe. Das sind dann wie schon beschrieben eine etwas merkwürdige Konstellation: Warum sollte jemand der ein Buch nicht mal gekauft hat sich die Zeit nehmen, um es öffentlich zu kritisieren?

Frage 2: Welche Beweise gibt es für die genannten Aussagen?

Wie bereits vorhin bei den Rezensionen beschrieben werden oftmals Dinge kritisiert, die nicht der Wahrheit entsprechen. Daher solltest du solche Aussagen immer erst mal auf den Prüfstand stellen, bevor du sie für bare Münze nimmst.

Wenn die Argumente dünn sind, wird sehr oft auch mit Killerphrasen gearbeitet, wie:

„Das ist einfach ein Fakt!“

„Es ist alternativlos!

„Wer das nicht einsieht, ist sowieso dumm.“

Wenn Killerphrasen benutzt werden, solltest du generell misstrauisch werden, denn wer solche braucht ist schon in arger Bedrängnis. Wenn jemand eine negative Produktrezension auf Amazon verfasst hat, kannst du dir oftmals auch die anderen Bewertungen dieser Person ansehen. Ist der Großteil davon ebenfalls negativ ist, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass du es hier mit einem missmutigen Menschen zu tun hast, der seine schlechte Laune an anderen auslässt. Die Bewertungen haben dann nur sehr wenig bis gar keine Aussagekraft, weil man es dieser Person praktisch nie recht machen kann.

Frage 3: Welche Auswirkungen hat es auf mein Leben, wenn ich diese Information glaube?

Das ist wohl eine der wichtigsten Fragen. Wenn ich glaube vegane Ernährung ist das einzig wahre, dann werde ich mich in Zukunft vegan ernähren. Wenn ich dem Arzt glaube, dass ich bald sterben werde, dann kann das meinen sicheren Tod bedeuten. Die Auswirkungen einer einzelnen Information (und unserer Bewertung) können unglaublich weitreichend sein! Erst vor kurzem habe ich von der so genannten „Lichtnahrung“ gehört. Dort gibt es eine ganze Reihe von selbst ernannten Experten, die behaupten dass wir nur von Sonnenlicht leben können und nichts mehr essen und trinken zu brauchen. Wenn wir das schaffen wären wir erleuchtet — so die Botschaft.

Dazu wurden dann Kongresse veranstaltet, wo verschiedenste Experten kund tun, sie hätten es geschafft und in den Teilnehmern setzt sich der Gedanke einer besseren Welt ohne Landwirtschaft fest. Während: Du ahnst es schon, die vermeintlichen Experten nach dem Kongress wahrscheinlich erstmal im Restaurant ein drei Gänge Menü zu sich nehmen. Dann sind wir bei:
„Wasser predigen und Wein saufen.“
Eigentlich sollte es klar sein, dass es nicht geht, denn selbst Bäume vertrocknen, wenn sie nicht gegossen werden und keine Mineralien aus der Erde bekommen – ganz egal, wie stark die Sonne scheint. Und wenn, wir alleine von Licht und Liebe leben können, warum verhungern und verdursten dann die Kinder in Afrika, da unten gibt es doch ganz besonders viel davon? Weil sie nicht spirituell erleuchtet sind? Das ist alles Nonsens!
Doch das spielt keine Rolle, denn wenn wir es glauben und danach leben, kann das trotzdem unseren Tod bedeuten. Zeigt das nicht wie sorgfältig wir in Erwägung ziehen sollten, worüber wir uns informieren? Alles wissen der Welt ist nutzlos, wenn es dir nichts in der Praxis bringt! Viele Informationen können uns sogar ernsthaft in Gefahr bringen, wenn wir ihnen blind vertrauen. Daher ist ein gesundes Misstrauen beziehungsweise ein gesunder Menschenverstand unersetzlich!

Wissen ist Macht: So kannst du sie nutzen

1. Informiere dich nur über Dinge die deinen Träumen dienlich sind
2. Glaube nicht alles was im Internet steht
3. Vertraue nicht blind irgendwelchen Produktrezensionen
4. Kaufe nur Bücher von Leuten, die mit ihrem Namen dahinter stehen (außer es sind Romane)
5. Wenn du dir nicht sicher bist ob eine Quelle verlässlich ist, nutze die hier genannten Fragen

Wissen ist Macht: Gilt nur, wenn du es in Anwendung bringst!

Früher war ich unheimlich wissbegierig und informierte mich über alle möglichen Themenbereiche. Doch obwohl ich sehr viel wusste, trat keine positive Veränderung in meinem Leben ein. Was hatte ich also falsch gemacht? Wenn Wissen Macht ist, dann gilt doch: umso mehr, umso besser! Falsch! Denn das Sprichwort führt uns in die Irre! Weil es suggeriert: „viel hilft viel.“

Doch die Realität sieht anders aus! Nicht Wissen ist macht sondern: angewendetes Wissen ist Macht! Du kannst dich zum Beispiel Jahre lang bis ins letzte Detail damit befassen, wie ein Auto zusammengebaut ist, doch von diesem Wissen allein, wirst du noch nicht fahren können. Erst wenn du zur Fahrschule gehst und deinen Führerschein machst, wird dein Wissen plötzlich zu Macht. Das ist generell immer der Fall, wenn du eine neue Fähigkeit erlangt, die dein Leben bereichert. Du kannst dich also darüber informieren, wie du das Gesetz der Anziehung richtig anwendest, wie du dein Selbstvertrauen stärken kannst oder wie du dir mit minimalstem Besitz ein glückliches und erfülltes Leben verwirklichen kannst. Du kannst Bücher lesen von Menschen, die bereits das Leben leben, das gerne hättest und von Ihnen Dinge lernen, die dich wirklich weiter bringen!

Wenn du deine Fähigkeiten zur vollen Entfaltung bringst, dann gilt für dich tatsächlich: Wissen ist Macht! Dann kann dich niemand mehr in die Irre führen! Dann bist du nicht mehr manipulierbar, sondern siehst was wirklich ist.

Wissen ist Macht: Nichts wissen macht auch nichts!

Manchmal ist es sogar von Vorteil, wenn du nicht alles weißt. Denn wer über alles Bescheid weiß, kennt auch die Grenzen und Konventionen und ist dadurch höchstwahrscheinlich nicht mehr in der Lage außerhalb der Box zu denken. Der Status Quo wird als gegeben hingenommen und nicht in frage gestellt. Häufig entstehen jedoch nur dann wirkliche Quantensprünge, wenn wir genau das tun. Albert Einstein war zum Beispiel so ein Mensch, der alles mit einer kindliche Neugier betrachtet hat. Für ihn war nichts in Stein gemeißelt, er war bereit alles zu hinterfragen. Und nur so gelang ihm der bahnbrechende Erfolg mit der Relativitätstheorie. Ich persönlich liebe deswegen den Spruch:

„Ich wusste nicht, dass es nicht geht, also habe ich es einfach gemacht.“

Ich finde wir müssen ihn uns viel mehr zu Herzen nehmen. Denn Wissen sollte niemals eine Einschränkung sein, sondern immer eine Bereicherung!

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