Mutig sein: So geht‘s!

Du wünschst dir, manchmal mutiger zu sein? Da bist du nicht alleine! Mutig sein, ist die Grundlage für ein glückliches und erfülltes Leben. Doch oftmals haben uns unsere Ängste fest im Griff und sorgen dafür, dass uns unsere Träume verwehrt bleiben. Auch mir ging es viele Jahre so und ich war gefangen in meinen Ängsten. Doch das Schöne ist: Mut ist wie ein Muskel, den du trainieren kannst. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir meine besten Tipps, wie das auch bei dir gelingt!

Mutig sein vs. Leichtsinnig sein

Häufig erlebe ich, dass Menschen Dinge für mutig halten, die einfach nur leichtsinnig sind. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Mit dem Motorrad mit 200 km/h fahren
  • Klettern ohne Kletterseil
  • Fahren ohne Führerschein
  • Selbstmord begehen
  • Und vieles mehr

Bei den meisten der hier genannten Dinge handelt es sich um nichts weiter als „Mutproben“ oder Leichtsinn. Weder das eine noch das andere ist erstrebenswert. Es verschafft dir vielleicht einen kurzfristigen Adrenalinkick – doch die Frage ist doch eigentlich: wozu brauchst du den überhaupt?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Oftmals sind das nur Ablenkungsversuche von etwas, dass dich tief in dir drin beschäftigt. Du möchtest Ruhe haben von der Unruhe deiner Gedanken und wenn du mit 200 km/h auf dem Motorrad fährst, dann musst du so konzentriert sein, dass plötzlich Stille einkehrt und die nervigen Störgeräusche deines Geistes aufhören, weil selbst das Ego checkt: Wenn ich jetzt nicht still bin, sind wir beide tot.

Beim letzten Punkt musste ich erst mal tief Luft holen als ich ihn gehört habe, denn ich hatte bisher nicht auf dem Radar, dass Menschen es als mutig ansehen könnten, Selbstmord zu begehen. Das kann natürlich fatale Folgen haben: Denn wer so etwas glaubt, schwebt schon fast in akuter Lebensgefahr.

Falls du das bisher auch dachtest: Ich weiß, dass das Leben oftmals einen bunten Strauß an Herausforderungen bereit hält und manchmal wird es uns vielleicht sogar zu bunt. Doch deswegen einfach aufzugeben und das Handtuch zu werfen, würde dich all der großartigen Erfahrungen berauben, die danach noch auf dich warten. So funktioniert nämlich das Leben: Belohnt wirst du für das Überwinden von Krisen und für dein persönliches Wachstum. Die schönen Momente der Leichtigkeit kommen immer erst nach den Lebenskrisen und Wachstumsphasen.

Das sage ich aus eigener Erfahrung! Ich lebe meinen Traum nun das dritte Jahr in Folge und war davor dreimal Pleite. Ich habe alles verloren und hätte am Liebsten das Handtuch geschmissen. Doch wenn ich an diesem Punkt aufgegeben hätte und mir das Leben genommen hätte, dann hätte ich all die wunderbaren Dinge verpasst, die mein Leben erst lebenswert gemacht haben. Daher suche dir in einem solchen Fall professionelle Hilfe, damit auch du entdecken kannst, was das Leben dir alles bietet, wenn du über dich selbst hinaus wächst.

Wenn ich also von mutig sein spreche, meine ich, dass es dir gelingt, Ängste zu überwinden, die deinen Träumen im Weg stehen.

Wann du Mut brauchst

Mutig sein ist vor allem dann gefragt, wenn du mit Situationen konfrontiert wirst, die du noch nie in deinem Leben hattest. Oder mit anderen Worten: Solange du innerhalb deiner Komfortzone bist, wirst du fast keine Ängste spüren. Umso mehr du dich jedoch hinauswagst, oder die Lebensumstände es erzwingen, dass du sie verlassen musst, desto unangenehmer wird es und desto mehr Mut ist gefragt.

Hierzu ein Beispiel aus meinem eigenen Leben. Ich habe früher immer auf Sicherheit gesetzt und habe selten etwas riskiert, wenn es keine 100%ige Chance gab, dass alles glatt lief. Und hier kommt der Clou: Diese Chance gibt es nie! Klar haben wir Menschen ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis, doch absolute Sicherheit gibt es nie. Das Leben ist stetigem Wandel unterworfen und nur, wenn wir lernen, damit klarzukommen und uns selbst zu vertrauen, können wir es voll auskosten. 

Das englische Wort für „Mut“ ist „Courage“. Der vordere Teil „Cour“, bedeutet „Herz“. Kurzum: Mutig sein bedeutet deinem Herzen zu folgen!

Wie wird man mutiger?

Da gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten und je nachdem, welche Angst du hast, musst du es auch anders angehen. Eines jedoch ist sicher: Du kommst nicht darum herum, dich mit deinen Ängsten zu konfrontieren. Erst wenn du das tust – wieder und wieder, werden Dinge die dir früher schwer gefallen, sind plötzlich spielend leicht. Oder mit anderen Worten:

Übung macht den Meister!

Auch wenn dieses Zitat vielleicht etwas abgedroschen ist - es ist wahr!

Häufig bewundern mich die Menschen auf meinen Reisen, weil ich so mutig bin. Doch das hat viele Jahre gedauert. Wie schon erwähnt: Früher war ein sicherer Job das Wichtigste in meinem Leben. Erst als ich realisierte, dass es diese Jobsicherheit ohnehin nicht mehr gab, fasste ich den Mut, mein Ding zu machen. Doch auch dabei setzte ich mir stets Etappenziele, die nicht zu weit außerhalb meiner Komfortzone lagen.

Auf meiner ersten Radreise ohne Geld durch Deutschland 2017 fiel es mir zum Beispiel relativ leicht, mutig zu sein, denn:

  • Ich befand mich in meinem Heimatland.
  • Jeder sprach Deutsch.
  • Es gab ein Pfandsystem.
  • Wenn das Geld nicht reichte, konnte ich Gitarre spielen.
  • Innerhalb von 48 Stunden hatte ich über 100 Übernachtungseinladungen von wildfremden Menschen erhalten, was mir Planungssicherheit gab.
  • Über meine Facebook-Seite erhielt ich immer wieder Unterstützung von Fans.

Ganz anders sah es bei der zweiten Radreise ohne Geld durch Großbritannien und Irland aus, die ich 2018 unternommen habe.

  • Plötzlich hatte ich einen Husky mit dabei und damit zusätzliche Verantwortung.
  • In Großbritannien und Irland kannte mich niemand, also hatte ich auch keine Übernachtungsangebote in Aussicht.
  • Es gibt kein Pfandsystem dort drüben, sodass ich damit kein Geld verdienen konnte.

Getraut habe ich mich das letzten Endes nur, aufgrund der positiven Erfahrungen, die ich auf der ersten Tour gemacht habe. Und siehe da: Am Ende habe ich auch dieses Abenteuer gerockt!

Hier einige Situationen in denen ich mutig sein musste:

  • Wenn ich eine Fähre oder Fahrradreparatur bezahlt hatte und (fast) mein ganzes Geld wieder weg war.
  • Wenn ich in Supermärkten gefragt habe nach abgelaufenen Lebensmitteln, denn die Erfolgsaussichten waren dabei ziemlich gering und ich hatte Angst vor Ablehnung.
  • Bei meinem ersten Fernsehauftritt.
  • Bei der Anmeldung meiner Selbstständigkeit.
  • Und vielem mehr.

Was bedeutet mutig sein?

Mut ist die Fähigkeit, Ungewissheit zu überwinden und ins Handeln zu kommen. Dein Traumleben verbirgt sich genau hinter deinen Ängsten. Daher kannst du Angst wie einen Kompass betrachten: Sie zeigt dir, wo es lang geht. In meinem Selbstvertrauen-Buch findest du spezielle Techniken, um deinen Mut gezielt zu trainieren.

Mutig sein bedeutet trotz deiner Angst zu handeln und durch die Ungewissheit hindurch zu gehen. Das heißt, es in Kauf zu nehmen, unter Umständen bei deinem Vorhaben zu scheitern. Wie schon gesagt, es gibt keine 100 % Garantien. Nur eines ist sicher, wenn du beim Überwinden deiner Ängste scheiterst, dann sind auch deine Träume geplatzt. Also dann doch lieber mutig sein, etwas riskieren und am Ende ein Ergebnis bekommen.

Tipp Nr. 1: Mach dir klar, dass deine Idole auch einmal klein angefangen haben

Wenn du zu Menschen aufsiehst, die scheinbar vor nichts mehr Angst haben, kann das dazu führen, dass du dir klein und unbedeutend vorkommst. Doch das ist nur eine Illusion, denn die Geschichten der mutigsten Menschen sehen fast immer gleich aus: Sie hatten schwere Zeiten zu meistern, hatten kaum noch Geld und mussten ihr Leben trotzdem irgendwie rocken. Als sie das dann geschafft haben, gab ihnen das ein felsenfestes Selbstvertrauen. Fokussiere dich also nicht darauf, dass andere viel mutiger sind, sondern führe dir den Weg vor Augen, den diese Menschen durchlaufen mussten, um dahin zu kommen, wo sie heute sind.

Tipp Nr. 2: Nagel dich fest

Häufig wollen wir uns davor drücken, unangenehme Dinge zu tun. Daher ist es essenziell, diese gleich so früh wie möglich anzupacken – am besten gleich nach dem Aufstehen.

Tipp Nr. 3: Hol dir Unterstützung

Ist die Angst zu groß, hilft es oft, wenn du einen Freund mit an Bord holst. Du hast zum Beispiel Angst, an einem Tanzkurs teilzunehmen, dann frag deinen Freund, ob er Lust hat, mitzumachen. Wenn du es schaffst vom Zustand der Angst, in den der spielerischen Leichtigkeit zu wechseln, hast du schon so gut wie gewonnen.

Mutig sein wird belohnt

LEBENSROCKER-FAZIT: Mut und Selbstvertrauen haben es mir ermöglicht, trotz fehlender finanzieller Mittel, zusammen mit meinem Husky über 250 Tage lang durch 11 Länder zu radeln und den größten Traum zu leben. Ich bin also der lebendige Beweis dafür, wie sehr sich Mut auszahlen kann.

PS.: Dieser Artikel basiert auf  Inhalten aus meinem Selbstvertrauen-Buch! Falls dir der Beitrag gefallen hat, wirst du das Buch lieben. Hier kannst du das Buch bestellen (Hier klicken!). 

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